This one is of a friend of mine. Same technique I use, just in German. Enjoy.
Wenn ich zurück denke, kann ich es immer noch nicht glauben. Ich hatte nicht erwartet, dass sie an dem Abend noch vor meiner Tür stehen würde. Eigentlich war ich schon dabei den Fernseher aus zu schalten und den Pizzakarton in den Müll zu werfen, als es auf einmal an der Tür schellte. Die Klingel klang eigentlich wie immer. So als ob sie nicht wüsste wer sie benutzte und aus welchem Grund. Oder sie wusste es und wollte es absichtlich für sich behalten.
Also nichts ahnend slappte ich barfuss, gähnend zur Tür. Als ich den Türknauf umdrehte konnte ich sie schon riechen. Es war dieser vertraute Geruch. Der Geruch, der mich immer runter holte, wenn ich mal wieder gestresst von der Arbeit kam. Genau der Geruch, der meine Sorgen vertrieb, wenn sie in meinen Armen lag. Eben dieser es-ist-alles-in-Ordnung-Geruch. Und da stand sie nun vor mir: Meine Freundin, meine Muse, meine Göttin. Alles wie immer…..dachte ich! Plötzlich begann sie zu sprechen, aber so anders. Doch konnte ich all ihre Laute gar nicht so schnell verarbeiten wie sie ihr aus dem Mund vielen. Ich stolperte schon über ihren 2. Satz: „ Ich weiß gar nicht, wie ich es sagen soll, aber du musst mich verstehen.“ Ab jetzt verstand ich gar nichts mehr, außer ein paar Wortscherben, die sie mit jedem Schritt, den sie in meiner Wohnung machte, fallen ließ. Sie erzählte was von „Freunde bleiben“ und „schwere Entscheidung“, von „mal ne Auszeit nehmen“ und „es liegt nicht an dir“. Aber irgendwas war merkwürdig, stimmte irgendwie nicht. Trotz dieses verbalen Amoklaufes roch die Luft so harmlos wie immer…Als hätte sie nichts von alle dem gemerkt.